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Tennishalle des TC Blau-Weiß Schwetzingen kurz vor der Fertigstellung

Beim Richtfest am Odenwaldring dankt die Vorsitzende Janine Breyer allen am Bau Beteiligten für die gute Zusammenarbeit

Anfang August wurde erst die Bodenplatte gegossen, jetzt, einen Monat später, ist schon Richtfest für die Tennishalle des TC Blau-Weiß Schwetzingen. „Was für ein enormes Tempo“, zeigt sich Oberbürgermeister Matthias Steffan bei der kleinen Feier vor Ort begeistert. „Man hört schon die gelben Bälle fliegen.“ Da ist die TCBW-Vorsitzende Janine Breyer ganz zuversichtlich. „Wenn alles weiterhin so reibungslos läuft, hoffen wir, dass wir im November intern die ersten Bälle in der neuen Halle spielen können.“ Sie dankt allen am Bau Beteiligten, den Firmen Walser, Eckert und Berger sowie der Stadt Schwetzingen: „Das hat von Anfang an alles super geklappt.“

Mit ihrem Optimismus hat Janine Breyer alle mitgerissen

„Das Wetter hat uns in die Karten gespielt“, berichtet Jochen Frank, Geschäftsführer der ausführenden Firma Holzbau Walser aus Bad Schussenried. In Münsingen baue man parallel eine Tennishalle. „Da hatten wir
von Schnee bis 40 Grad alles.“ Aber Janine Breyer habe von Anfang an gutes Wetter für Schwetzingen prophezeit – und Recht behalten. Wie übrigens auch bei ihrer positiven Einschätzung, was das
Gesamtprojekt betrifft. „Unser Bauamt war anfangs doch etwas skeptisch, ob die das schaffen“, räumt OB Steffan ein. Doch mit ihrem Optimismus riss Janine Breyer alle mit, sodass Jochen Frank nun anerkennend
feststellt: „Der Bau ist ein Ergebnis Ihrer Beharrlichkeit.“

Für Matthias Steffan ist die Tennishalle ein „unglaublich tolles Projekt“ mit Strahlkraft. „Wir haben etwas geschafft, was wir in unserem Land oft infrage stellen: dass es gelingen kann, ein Bauprojekt zügig fertigzustellen.“ Es zeige, was bürgerschaftliches Engagement und Vereinsengagement leisteten: „Wir können was, wenn wir alle an einem Strang ziehen.“ Die Zimmermänner Luca Schaupp, Tom Janfmann und Hannes Polzin sprechen ein dreifaches Hoch auf die Bauherren, den Architekten und die Handwerker aus. „Man wird hier manchen Ball noch sehen, der Glück und Gemeinschaft schafft.“ Jochen Frank überreicht der überglücklichen Vereinsvorsitzenden eine Holztafel, in die der Richtfestspruch mit edlen Lettern eingebrannt worden ist. „Das ist das gleiche Material, das wir auch in der Halle verwendet haben“, verrät er.

Beim anschließenden Rundgang durch die Halle fällt sofort die angenehme Akustik auf, die durch Akustico-Metallelemente an der Decke mit schallabsorbierender Perforierung entsteht. „Alles vorgefertigt“, berichten Frank und sein Bauleiter Wolfram Goltz. „Wir haben das Dach innerhalb von drei Tagen montiert.“ Auffällig ist, dass weder in die Fassade noch im Dach Fenster eingebaut wurden. Darauf angesprochen, muss Jochen Frank schmunzeln. „Wir haben jetzt zehn Hallen gebaut, und mit jeder Planung hat sich der Fensteranteil reduziert.“ Ausschlaggebend dafür seien die Rückmeldungen von den Tennisspielern gewesen, die sich durch den Lichteinfall teilweise geblendet fühlten. Die Wände sind mit hellen Holzplatten verkleidet. „Das bleibt auch so“, sagt Frank. „Wir wollen bewusst zeigen, dass es eine Holzhalle ist.“

Architekt Jürgen Roth ist begeistert von dem Ergebnis. Er hatte den Plan für die Halle entworfen und den ersten Kontakt mit der Firma Holzbau Walser hergestellt. Er hatte sich im Vorfeld eine vergleichbare Halle in Frankfurt am Main angeschaut und das System sofort als sympathisch empfunden. „Das hat mich total überzeugt.“ Wegen der Lichttechnik schaute sich Janine Breyer persönlich in benachbarten Hallen um und wurde im Winter bei einem Mannschaftsspiel ihrer Tochter in der Tröndle-Halle in Edingen-Neckarhausen fündig, wo die neuen Oberlichter taghell jede Ecke ausleuchten.

Auch beim Bodenbelag geht man innovative Wege. Verlegt wird ein sogenannter Supreme Court, das ist ein elastischer Sportbelag, der gelenkschonend ist und laut Hersteller ein ähnliches Ballabsprungverhalten wie auf Sand bietet. Bauleiter Wolfram Goltz erklärt die Vorgehensweise: „Das sind zwei Meter breite Matten, die miteinander verschweißt und mit Acrylgranulat besprüht werden.“ Die Belüftung der Halle erfolgt über Weitwurfdüsen, die auf der einen Seite unterhalb der Decke angebracht werden.

Boden soll am 8. und 9. Oktober verlegt werden

Es dauert also nicht mehr lang, bis die ersten Bälle in der neuen Halle gespielt werden können. Janine Breyer hat den Zeitplan in Richtung Fertigstellung schon genau im Kopf: „Am 28. September kommen die Lampen und am 8. und 9. Oktober wird der Boden verlegt.“ Es spreche also einiges dafür, dass man das angezielte Fertigstellungsdatum für November einhalten könne. Und auch das Kalkül in Richtung Mitgliederzulauf dürfe aufgehen. Jochen Frank weiß von Rückmeldungen aus Vereinen, die in letzter Zeit eine Tennishalle gebaut haben, dass sich die Anfragen daraufhin spürbar erhöht hätten. Das sind doch gute Aussichten für den TC Blau-Weiß. (Dirk Jansch Redaktion Redaktionsleiter Schwetzinger Zeitung)

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